Ein Wunderstoff aus der Natur

Zeolith ist ein Mineral, das innerhalb von mehreren Millionen Jahren entstanden ist und ganz besondere, wertvolle Eigenschaften für eine Vielzahl von Anwendungen und Produkten besitzt. Es wird bereits in tausenden von Produkten auf vielfältige Art und Weise eingesetzt.

Zeolith ist ungiftig, ökologisch unbedenklich und nicht brennbar. Wegen seiner nützlichen, natürlichen Eigenschaften wird es in Waschmitteln und Katalysatoren eingesetzt, zum Filtern und Kühlen, zur Aufnahme und Isolation von Ölverschmutzungen, sowie toxischer und radioaktiver Stoffe. Zeolith ist ein natürliches Mineral vulkanischen Ursprungs. Es besitzt eine sehr starke Adsorptionswirkung für vielfältigste Giftstoffe. Klinoptilolith-Zeolith zeichnet sich durch seinen einzigartigen, wabenähnlichen Kristallaufbau aus, der so genannten Käfigstruktur – welche ihm die Ionenaustauschfähigkeit verleiht.

Zeolithe besitzen die Fähigkeit, die in ihren Hohlräumen enthaltenen Ionen gegen andere Substanzen – z.B. Schadstoffe – auszutauschen.

Dadurch kann Zeolith z.B. unterschiedliche Gase, Feuchtigkeit, Petrochemikalien, Ammonium, Schwermetalle (z.B. Blei, Quecksilber), Gifte, selbst hochbrisante radioaktive Elemente (z.B. Caesium 137) in großen Mengen absorbieren oder diese auf seiner (Ober)-Fläche transportieren. Die Wirkung beruht dabei auf rein physikalischen Bindungsvorgängen.

Zeolith ist ein extrem poröses Mineral. Die Poren sind so winzig, dass ein einziges Gramm Zeolith eine innere Oberfläche von bis zu 43 Quadratmeter haben kann! Aufgrund seiner Molekülstruktur zieht der Zeolith Wasser heftig an und saugt es in sich auf. Diesen Vorgang nennt man Adsorption: Das Wasser wird an den Zeolithen angelagert. Da die Sorption keine chemische, sondern eine physikalische Reaktion ist, bleibt die Struktur des Zeoliths unverändert: Seine Lebensdauer ist praktisch unbegrenzt.

Durch die hervorragenden Ionenaustausch-Eigenschaft von Zeolith und der spezifischen inneren Struktur mit einem riesigen System von winzigen Kanälen und Röhren eignet sich Zeolith besonders als Pflanzsubstrat und ist als Bodenhilfsstoff für die Verwendung in der ökologischen Erzeugung von Agrarprodukten registriert. Es wird professionell verwendet in Gartenbaubetrieben, Baumschulen und für den Einsatz in der Landwirtschaft.

Zeolith kann sowohl als Pflanzsubstrat für Hydrokultur-Pflanzen, Bonsai, und für die Dachbegrünung verwendet werden, als auch als Drainageschicht unter Rasen- und Sportplätzen oder für die Zumischung in besonders sandigen oder besonders lehmigen Böden. Es ist zudem häufig Bestandteil in hochwertigen Bio-Pflanzsubstraten.

Folgende Vorteile werden erreicht:

  • Belüftung und Ventilation des Bodens
  • Auflockerung des Bodens / Bodenrevitalisierung
  • Erhöhung der Wärme- und Wasserspeicherung
  • Bessere Nährstoffausnutzung
  • Einsparung von Düngemitteln
  • Vermeidung von Überdüngung
  • Bessere Wasserregulierung / Drainage
  • Unterstützung des Aufbaus eines Wurzelsystems

Durch seine besonderen Eigenschafen eignet sich Zeolith hervorragend für die Verwendung in Swimming-Pools, Garten- und Schwimmteichen, Koiteichen sowie Aquarien. Zeolith ist ein ausgezeichnetes Filter- und Sorptionsmaterial und wirkt biologisch mineralisch durch den Clinoptilolith-Gehalt und mechanisch durch tausende winzige Hohlräume für Mikrobakterien, die die Wasserqualität bestimmen. Es dient zur Bestückung von Innen und Aussenfiltern, sowie der gesamten Kiesfilterzone, als auch als direkter Unter- oder Bodengrund im Wasserbereich.

Folgende Vorteile werden erreicht:

  • Reinigt und klärt das Wasser von Chemikalien und schädlichen Mikroorganismen
  • Nährstofflieferant für Pflanzen
  • Algenabbau
  • Bindung von Nährstoffen
  • Bindung von Ammoniak & Schwefelwasserstoff
  • Stabilisation des PH-Wertes
  • Bildung von positiven Bakterien
  • Reduzierung des Chlor-Anteils in Swimming-Pools
  • Aufnahme von unangenehmen Gerüchen
  • Bindung von Ammonium

Zeolith eignet sich auch hervorragend für die Verwendung als BIO- Käfigstreu oder Stallstreu. Durch die vielen Hohlräume nimmt es Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche sofort auf und ist absolut umweltfreundlich und völlig ungiftig. Zudem hat Zeolith keine spitzten Kanten oder Ecken, an denen sich Kleintiere verletzten können.

Durch die Verwendung im Tierstall ist der Zusatznutzen der Aufnahme von Gerüchen zudem besonders wichtig, es entsteht ein angenehmeres Stallklima sowie eine geruchsärmere Umgebungsluft, wodurch die Belastung der Umwelt an Treibhausgasen verringert wird. Durch die Aufnahme von Feuchtigkeit wird die Bildung von Pilzen und Larven vorgebeugt und die Keimbildung reduziert.

Zeolith wurde 1986 nach der Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl zur Behandlung von Strahlengeschädigten eingesetzt, wobei Ärzte und Katastrophenschutz in großem Umfang Zeolith erfolgreich einsetzten, um radioaktiv belastete Menschen zu detoxifizieren und dekontaminieren. Die hierbei gesammelten Erfahrungen sind umfassend wissenschaftlich dokumentiert.

Der Reaktor wurde außerdem mit 22 000 Tonnen Zeolith ummantelt und damit strahlungssicher gemacht. Schon 1945 wurden Menschen in Hiroshima und Nagasaki nach den Atombombenabwürfen mit Zeolith behandelt. Hinreichend dokumentiert ist zudem die Verwendung des Siliziumminerals Zeolith in den USA nach dem Atomunfall nahe Harrisburg, Pennsylvania, („Three Mile Island Nuclear Generating Station“) zur Ausleitung von Strontium und Cäsium aus dem menschlichen Organismus.

Auch in Japan und China werden derzeit aufgrund des Nuklearunfalls im japanischen Atomkraftwerk von Fukushima, neben jodhaltigen Mitteln auch natürliches Zeolith bzw. zeolithhaltige Produkte zur Prävention von Strahlenschäden und zur Dekontamination sowohl der Umwelt als auch der Menschen eingesetzt. Die entscheidende Rolle spielt hierbei wieder die Fähigkeit von Zeolith (Klinoptilolith), durch Ionenaustausch zB Kalziumionen abzugeben und stattdessen Radionuklide (Isotope) einzulagern. Die spezifische Kristallstruktur von Zeolith (Klinoptilolith), insbesondere die unzähligen Hohlräume und die große Oberfläche ermöglichen es, radioaktive Nuklide zu speichern und -im Falle von Lebewesen- durch Ausscheidung aus dem Köper zu entfernen.

In der radioaktiv verseuchten Stadt Tshelyabinsk in Russland, Ural wurden Kinder mit stark erhöhten Werten von Cadmium, Kupfer, Chrom, Nickel und Blei durch den Einsatz von Zeolith nach 4 Wochen von diesen Schadstoffen befreit. Sie nahmen täglich 3-5 Gramm des Vulkanminerals ein. Auch mit Blei belastete Bergarbeiter wurden durch die Einnahme von täglich 5 Gramm Klinopthilolith-Zeolith innerhalb von 5 Wochen von der Bleikonzentration befreit.